barbaras-testudofarm
 
  Home
  Testudo hermanni boettgeri
  => Lebensraum und Lebensweise
  => Haltungsbedingungen
  => Winterstarre
  => Außengehege
  => Gewächshaus
  => Innengehege
  => Alle meine Lieben
  Testudo graeca ibera
  Testudo graeca nabeulensis
  Spaltenschildkröte (Malacochersus tornieri)
  Graptemys pseudogeographica kohnii
  Bartagamen - Pogona vitticeps
  Tiere mit Fell und Federn
  Mein Schildkröten-Gartenhaus
  Kontakt
  Impressum
  Barbaras Gästebuch
Haltungsbedingungen
 
Haltung von Testudo hermanni boettgeri
bei mir

Haltung:

Ich halte meine Tiere ganzjährig im Außengehege und verzichte seit 2009 Jahren auf ein Übergangsterrarium.

Das Außengehege ist naturnah gestaltet und mit vielen ungiftigen Pflanzen und vielen Wildkräutern bepflanzt. Die Tiere sollen sich soweit als möglich ihr Futter selbst suchen. Wenn ich dann doch mal zufüttern muss, verteile ich das Futter großzügig im Gehege. Feste Futterplätze gibt es bei mir nicht. In jedem Gehege gibt es kleine Miniteiche, sodass die Tiere trinken und auch baden können.

Die Einfriedung besteht in hinteren Bereichaus 40 cm Pflanzsteinen und zusätzlich wurde noch ein Zaun gezogen, damit kein Hund in das Freigehege eindringen kann. Vorne haben wir eine schöne Backsteinmauer als Einfriedung erstellt, das sieht sehr mediteran aus und wir sind damit sehr zufrieden. 

Im Gehege steht ein großes Gewächshaus, welches mit einer Gasheizung und einer Gewächshausumluftheizung versehen ist, insgesamt habe ich im Gewächshaus 8 Wärmestrahler, sodass ich an kühlen und regnerischen Tagen für Aufwärmmöglichkeiten sorgen kann.

Im Gewächshaus ist eine Zeitschaltuhr mit einem UT 200 verbunden und damit reguliere ich die Lampen in der Zeit von 7.00 Uhr - 18.00 Uhr. Der Fühler hängt an der wärmsten Stelle im Gewächshaus. Ist es dort unter 25 Grad, so gehen die Lampen an - bei 30 Grad gehen die Lampen aus. So kann ich immer sicher sein, dass die Lampen bei Bedarf angeschaltet sind und die Tiere sich jederzeit auf ihre Vorzugstemperatur aufwärmen können. Ich spare mit dieser Methode aber auch ordentlich Strom, da sich mein 16 mm Dreifachplatten-Gewächshaus schnell aufwärmt und die Lampen nur äußerst selten brennen.

Ohne Frühbeet oder Gewächshaus ist die Haltung hier bei uns in Deutschland nicht möglich.

Ernährung:

Meine Tiere werden ausschließlich mit Wildkräutern (Unkraut gefüttert) 

- Löwenzahn
- Spitz- und Breitwegerich
- Knoblauchrauke 
- Giersch
- alle Arten von Disteln
- Vogelmiere
- Brenn- und Taubnesseln
- Ackerwinde 
- Wicken
- Klee
- Melde
- Malven und Stockrosen

die Liste lässt sich endlos weiterführen. 

Ich empfehle das Buch: "Was blüht denn da" vom Kosmosverlag - und zwar als Taschenbuch. Alles was dort als nicht giftig bezeichnet ist, kann verfüttert werden. 
 

Obst oder Gemüse gibt es gar nicht. Wenn ich einmal Salat zufüttern muss, dann nur Feldsalat, Endiviensalat, Römersalat oder Radicchio.

Im Gehege stehen Schalen mit Algenkalkpulver und auch Sepiaschulpe wird im Gehege verteilt.
Wenn sie Kalk benötigen, können sie sich bedienen. Meine Tiere bekommen die Kalkergänzung nicht über das Futter gestreut. Wenn man Kalk über das Futter streut, so nehmen die Tiere ständig Kalk auf, auch wenn sie gerade gar keinen benötigen.

Ich verzichte auf Zugabe von jeglichen Vitaminpräparaten.

Baden:

Ich bade meine Tiere zweimal im Jahr. Sie werden vor der Erstellung der Fotodokumentation im Frühjahr und im Herbst gebadet.

Außerhalb dieser beiden Termine bade ich meine Tiere grundsätzlich nicht mehr.

Winterstarre:

Meine Tiere starren alle, auch die Schlüpflinge. Die adulten und semiadulten Tiere starren 4-5 Monate, die Schlüpflinge habe ich letztes Jahr nur 3 Monate starren lassen.

Tierarzt:

Einmal im Anfang April und Anfang Juni  und Anfang Juli gebe ich Sammelkotproben ab. Entwurmt wird allerdings nur bei einem hochgradigen Befall. Die Kotuntersuchen mache  entgegen den Ratschlägen in vielen Büchern bereits zu diesem frühen Zeitpunkt. Sollte behandelt werden müssen, bin ich Ende Juli mit der Entwurmung durch und es ist noch genug Zeit vor der Starre das die Tiere sowohl die toten Würmer als auch das Medikament ausscheiden können. Ich lasse grundsätzlich dreimal im Jahr den Kot untersuchen. So habe ich einfach eine aussagekräftige Diagnose, ob behandelt werden oder nicht.  Wenn irgendmöglich möchte ich meinen Tieren eine Entwurmung nur dann zumuten, wenn sie tatsächlich notwendig ist.

Ansonsten beobachte ich meine Tiere sorgfältig, und wenn ich das Gefühl habe, es stimmt was nicht, gehe ich grundsätzlich zum Tierarzt. Schildkröten haben keine Gestik oder Mimik und geben keine Schmerzlaute von sich. Mein Motto:

Lieber einmal zuviel zum Tierarzt, als einmal zu wenig

Ich habe allerdings auch großes Glück mit meinem Tierarzt. Er behandelt nur, wenn es auch tatsächlich nötig ist. Er hat mich auch schon einige Male nach Hause geschickt und nichts behandelt.




 
   
Bisher waren 65132 Besucher (204666 Hits) hier!